Corona-Soforthilfen Programmübersicht

Die Gastronomiebranche ist unvorhersehbar sehr heftig von der Corona-Pandemie betroffen. Die vermeintliche Sicherheit der Branche hat viele Unternehmen unvorbereitet getroffen. Viele Kollegen sind aktuell auf staatliche Hilfen angewiesen. Leider ist die Beantragung nicht immer einfach und stellt viele Unternehmer vor Hürden.

Wir möchten hier eine Unterstützung sein und die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Eine rechtssichere Beratung können und dürfen wir selbstverständlich nicht anbieten. Desweiteren ist diese Liste nicht vollständig. Wir verlinken immer zu den offziellen Stellen. Im Zweifel gilt die Angabe der offiziellen Stelle.

Überbrückungshilfe 3

Die Corona-Pandemie stellt Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin vor immense Herausforderungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben deshalb die Überbrückungshilfen erneut verlängert und deutlich vereinfacht.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Bundesministerium der Finanzen

Was ist neu?

Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen Euro (bisher 50.000 Euro)

Mehr Fixkosten erstattungsfähig: z.B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro.

Beispiele für förderfähige Digitalisierungs- und Hygienemaßnahmen im Rahmen der Überbrückungshilfe 3

Es handelt sich hierbei nur um einen Auszug. Eine etwas umfangreichere Liste findet ihr hier. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Bundesministeriums der Finanzen

Digitalisierung

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Förderung Digitalisierung Rational Combi-Dämpfer

Hygienemaßnahmen

  • Kosten für Desinfektionsmittel, Trennwände, Plexiglas, Luftfilter, etc.
  • Fester Einbau von Lüftungsanlagen
  • Installation/Erneuerung/Aufrüstung von Klima- und Lüftungsanlagen
  • Lüftungs- und Klimaanlagen für Personalräume
  • Errichtung von Doppelstrukturen (zweite Theke)
  • Einrichtung für Außengastronomie (Mobilar, Theken, Kühlzellen,..)
  • Wechsel auf Gläserspülmaschine, die mit höherer Temperatur spült
Winterhalter Hygienesicherheit
Förderung Hygienemaßnahmen Winterhalter Spülmaschine

Wer kann die Förderung beantragen?

Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen.

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019.

Wie kann die Förderung beantragt werden? Welche Daten werden benötigt?

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.

Einen passenden Steuerberater kann man über die nachfolgenden Links finden.

Der prüfende Dritte berücksichtigt im Rahmen der Plausibilitätsprüfung insbesondere die folgenden Unterlagen:

  • Umsatzsteuervoranmeldungen des Jahres 2019 und 2020
  • Jahresabschluss 2019 und, soweit bereits vorliegend, Jahresabschluss 2020
  • Umsatz- Einkommens- bzw. Körperschaftssteuererklärung 2019 (und falls vorliegend 2020)
  • Umsatzsteuerbescheid 2019 (und falls vorliegend 2020)
  • Aufstellung der betrieblichen Fixkosten des Jahres 2019 und 2020 und, soweit vorliegend, 2021
  • Bewilligungsbescheide, falls dem Antragstellenden Soforthilfe, Überbrückungshilfe II und oder II, und/oder November-/Dezemberhilfe gewährt wurde.

Bis wann können Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt werden?

Der Antrag kann bis zum 31. August 2021 gestellt werden. Eine Antragstellung ist nur einmal möglich. Änderungsanträge sind hierbei ausgenommen.

Rückwirkende Anträge für die erste und zweite Phase der Überbrückungshilfe können im Rahmen der dritten Phase nicht gestellt werden.

Digiboost Rheinland-Pfalz

  • Branchenübergreifendes Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen in ganz Rheinland-Pfalz
  • Zuschüsse bis zu 75% möglich
  • Direkte Antragstellung bei der ISB über Kundenportal
  • Investitionen in Digitalisierung von Produktion und Verfahren, Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen und Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Vertriebskanälen in der Betriebsstätte
  • Vor Antragstellung sind spezifische Informationsangebote der Kammern (IHK, HWK und LWK) wahrzunehmen, die Teilnahme an einer solchen Information ist mit der Antragstellung nachzuweisen
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Wer wird gefördert?

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen die:

  • bis inkl. 100 Mitarbeiter,
  • im Jahr vor der Antragsstellung entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro erzielt haben oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Millionen Euro beläuft und
  • eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung besitzen.

Unterstützt wird:

  • Digitalisierung von Produktion und Verfahren
  • Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen
  • Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Vertriebskanälen

Was wird gefördert?

  • Digitalisierung von Produktion und Verfahren
    • Digitalisierung der Wertschöpfungskette, Einführung digitaler Prozesse, Auftragsbearbeitung, Lieferverwaltung oder Warenwirtschaft
    • Digital angebundene Maschinen und Integration mobiler Betriebsgeräte zur Steigerung von Effizienz und Qualität von Prozessen (Einbindung von cyber-physischen Systemen)
    • Produktions- und Ablaufsteuerung
    • Aufbau der Infrastruktur für die Erhebung und Analyse großer Datenmengen (Big Data-Anwendungen)
    • Aufbau und Ausbau innerbetrieblicher Glasfasernetze und die dazugehörigen Komponenten
    • Einführung oder Verbesserung von Customer-Relationship-Management (CRM)- oder Enterprice-Resource-Planning (ERP)-Systemen bis hin zur vollumfänglichen Vernetzung (ausgenommen Software as a Service [Saas])
    • Einführung von predictive maintenance Anwendungen (intelligente Wartung)
    • Einbindung additiver Fertigungsverfahren in die Wertschöpfungskette (zum Beispiel 3D-Druck)
  • Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen
    • Einführung von IoT-Lösungen (Internet der Dinge)
    • Infrastruktur für mobiles Arbeiten
    • Aufbau eines professionellen, individuell programmierten Onlineshops (Schaffung von E-Commerce-Strukturen)
    • Schaffung und Optimierung von digitalen Kundenschnittstellen
    • Einführung von professionellen IT-Sicherheitslösungen
  • Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Vertriebskanälen
    • Aufbau und Optimierung von digitalen integrierfähigen Plattformen (z. B. Online-Shops oder zur Online-Kundeninteraktion)
    • Software- / App-Entwicklung im Zusammenhang mit einem neuen Produkt oder einer Dienstleistung
    • Einführung datenbasierter oder digitaler Kundeninteraktion
    • Integration digitaler Workflows mit Lieferanten und Kunden

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses (max. 15.000,00 EUR). Die Förderung erfolgt als De-minimis Beihilfe. Die Höchstgrenze von maximal 200.000,00 EUR innerhalb drei Steuerjahren ist zu beachten.

Mitarbeitendenzahl <10,0 10,0 – 29,9 30,0 – 100
Förderquote 75% 50% 25%

Antragsstellung

Der DigiBoost-Zuschuss wird online beantragt, den entsprechenden Link finden Sie hier.

Corona Soforthilfe für Gastronomiebetriebe

Die Neuanschaffung von materiellen Wirtschaftsgütern des Gastronomiebedarfes oder Investitionen, die zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebs (z.B. Umbauten) erforderlich und geeignet sind oder die die gastronomische Nutzung in Außenbereichen unterstützen (z. B. Kühltechnik, Spültechnik, Koch- und Küchengeräte, Desinfektionsständer, Zelte).

 

Die Corona Soforthilfe wird von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) angeboten und kann ausschließlich dort beantragt werden. Gerne sind wir behilflich bei Fragen zur Beantragung.

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Aktuell ist keine Beantragung möglich. Der nächste Aufruf startet im Jahr 2022.

Fester Zuschuss in Höhe von 1.500 €

Anschaffungskosten von mind. 2.000 €

Heizgeräte für den Außenbereich nicht förderfähig

Was wird gefördert?

  • Die Neuanschaffung von materiellen Wirtschaftsgütern des Gastronomiebedarfs oder Investitionen, die zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebs (z.B. Umbauten) erforderlich und geeignet sind oder die die gastronomische Nutzung in Außenbereichen unterstützen.
  • Der Anschaffungswert (inkl. eventueller Transport-, Montage-, und Anschlusskosten) muss mindestens 2.000 € (grundsätzlich netto, d.h. ohne USt) betragen.
  • Die Förderung beträgt einheitlich EUR 1.500. Der verbleibende Betrag muss aus den Eigenmitteln des Betriebs erbracht werden.
  • Nicht gefördert werden Heizgeräte für den Außenbereich.
  • Nicht gefördert wird der Kauf von gebrauchten Geräten.

Wer wird gefördert?

  • Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigen und 10 Mio. EUR Jahresumsatz Unternehmen,
  • Die Betriebe müssen dem Hessischen Gaststättengesetz unterliegen. Damit gelten die Ausnahmen des §1 Abs. 5 HGastG und können z.B. Kantinen für Betriebsangehörige nicht gefördert werden.
  • Für jede einzelne Betriebsstätte kann ein Antrag gestellt werden.

Hinweis für Metzger und Bäcker:
Wenn der Metzger oder Bäcker einen eigenen Gastraum zum Verzehr der Speisen und Getränke hat, dann ist eine Förderung nach dieser Richtlinie grundsätzlich möglich. Wenn es sich hierbei um ein Angebot handelt, welches der Gast kaufen und mitnehmen kann, ist dies nicht im Sinne des § 1, Abs. 2 HgastG und eine Förderung ist nicht möglich. Ein Stehtisch allein stellt keinen Gastraum dar. Das gleiche gilt grundsätzlich auch für den mobilen Anbieter. Bei einem reinen ToGo-Service ist eine Förderung nicht möglich. Der Einsatzort sollte Hessen sein.

 

(Betriebs-) Kantinen sind generell nicht förderfähig.

Gibt es Voraussetzungen für die Förderung?

  • Die Zuwendungsempfängerin oder der Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, drei Vergleichspreise vor Anschaffung einzuholen (z. B. per E-Mail oder Internet-Vergleich). Der Nachweis erfolgt mit Vorlage der Angebote im Verwendungsnachweis.
  • Die Anschaffung/Auftragserteilung darf erst nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheids erfolgen.
  • Es sind Geräte mit nachgewiesen hoher Energieeffizienz (= Energieeffizienzklasse „A“)  und guten Umwelteigenschaften anzuschaffen. Hierzu dient bei Elektrogeräten der Nachweis auf der Rechnung oder der Nachweis mittels Rechnung und zugehörigem Auszug aus dem Produktdatenblatt.
  • Nicht-Elektrogeräte benötigen keinen Energienachweis.
  • Werden mehrere Wirtschaftsgüter angeschafft, muss der Einzelanschaffungspreis jedes Wirtschaftsgutes mehr als 800 Euro (netto) betragen.
  • Skonti und Rabatte sind in Anspruch zu nehmen.
  • Die Nachweise (Gewerbeanzeige, Rechnung, Produktdatenblatt, Angebote) können in Kopie erbracht werden.
  • Der Antragssteller muss das Gewerbe selbst betreiben. Eine Vermietung reicht nicht aus.
  • Für die Gewährung des Zuschusses entstehen keine Bearbeitungsgebühren.
  • Die Einreichung des Verwendungsnachweises muss spätestens 3 Monate nach Erhalt des Förderbescheids erfolgen.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung.
  • Falschangaben können zu strafrechtlichen Konsequenzen führen.
  • Unvollständige (bzw. unvollständig ausgefüllte) Anträge werden nicht berücksichtigt.
  • Es ist keine Zweckbindung für angeschaffte Wirtschaftsgüter vorgesehen.

Antragsstellung

  • Der Antrag kann auf der Homepage der WI Bank heruntergeladen werden.
  • Ausgefüllt ist er bei der WI Bank mit Anlagen per E-Mail einzureichen an gastrohilfe2021@wibank.de
  • Als Kommunikationsweg ist die elektronische Übermittlung per E-Mail vorgesehen. Darauf sind Prozesse ausgerichtet. Eventuelle Nachteile, die ein Antragsteller, als Folge eines von ihm gewählten davon abweichenden Wegs erleidet, gehen zu dessen Lasten.
  • Der Antrag muss mit Unterschrift und/oder Stempel versehen sein.
  • Die Einreichungsfrist beginnt mit Veröffentlichung des Angebots auf der Homepage der WI Bank. Bei hohem Antragsaufkommen kann die Einreichungsfrist vorzeitig und ggf. getrennt nach Antragsaufkommen je Tranche verkürzt werden. Es wird bis zum Geschäftsschluss des Vortags auf der Homepage angekündigt, wenn die Einreichung bis um 12 Uhr des Folgetages befristet wird.
  • Sollten mehr Anträge eingehend, als Mittel zur Verfügung stehen, wird ausgelost.
  • Sowohl berücksichtigte, als auch nicht berücksichtigte Antragsteller werden darüber per E-Mail informiert. Leer ausgegangene Antragsteller können im Rahmen der nächsten Programmrunde (2022) erneut einen Antrag stellen. Berücksichtige Antragsteller erhalten einen Zuwendungsbescheid.
  • Fragen zum Programm können per Email an info@wibank.de oder an die Förderhotline der WIBank 0611 / 774 7333 gerichtet werden.

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